Ultra HDTV

ultrahd-uhdtv-ultra-hd

Ein Blick auf die Zukunft – 4K und 8K Ultra High Definition Television (UHDTV)

Was ist Ultra HD Fernsehen?

UHDTV bezeichnet ein digitales Videobildformat mit zwei möglichen Auflösungen – 4K und 8K. Es bietet als Technologie eine 4-fach bzw. 16-fach höhere Auflösung (4K/8K) als das heute geläufige HDTV. Ein UHDTV-Bild (4K) liefert pro Einzelbild rund 4000 horizontale Linien, verglichen mit den ca. 1000 Linien bei normalem HDTV und nur 625 Linien pro Einzelbild beim alten analogen PAL-Standard.

4K Ultra High Definition Video entspricht laut Definition durch die Internationale Fernmeldeunion einer Auflösung von 3840×2160 Pixel und löst pro Bild mit mindestens 8 Megapixel auf. Es bietet eine Bildwiederholungsrate von 60 Hz (60 Vollbilder pro Sekunde).

8K Ultra High Definition Video entspricht einer Auflösung von gigantischen 7680×4320 Pixel. Auch die für den Standard definierte Bildwiederholungsrate von 120 Hz (120 Vollbilder pro Sekunde) ist sehr hoch. Die für den Transport von 8K Fernsehbildern benötigte Datendurchsatzrate von 24 Gbit/s ist, wenn man sie mit den alten Standards vergleicht, ebenfalls dementsprechend groß. Ein 8K Fernsehsignal löst maximal mit 33,2 Megapixel auf.

Ultra HD TV bietet bei der 8K Variante weiterhin eine wesentlich umfangreichere mögliche Farbpalette bei der Darstellung von Bildern an. Das Tonsignal wird hierbei über maximal 22 Kanäle (3 von unten, 10 auf Höhe der Ohren und 9 von oben) sowie 2 zusätzliche Basskanäle geliefert.

Wie ist UHDTV entstanden?

Unter Beteiligung verschiedener Rundfunkanstalten, etwa der britischen BBC, der italienischen RAI sowie federführend der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK definierte die in Genf basierte UN-Organisation ITU (International Telecommunication Union / Internationale Fernmeldeunion) im Mai 2012 gleich zwei Auflösungen unter dem Standard Ultra High Definition (UHD).

Die 8K-Auflösung entstand durch Forscher der japanischen NHK, die in enger Zusammenarbeit mit der einheimischen Elektronikindustrie die benötigten Geräte entwickelte. Für die Aufnahme eines 18 Minuten langen Testfilms wurde ein Verbund aus 16 HDTV-Videorekordern mit einer Speicherkapazität von 3,5 Terabyte zusammengestellt. Zur Aufnahme der Bilder wurde eine Kamera mit vier 64-mm CCD Sensoren bestückt. Besonders während der olympischen Sommerspiele 2012 in London wurde das 8K-System durch die BBC in Kooperation mit der NHK getestet, mangels entsprechender Geräte wurden die Bilder von ausgesuchten Wettkämpfen auf 15 Meter hohe freistehende Leinwände projiziert.

Japan spielt die Vorreiterrolle bei Einführung von 8K-Fernsehen

Ursprünglich hatte die öffentlich-rechtliche japanische Sendeanstalt NHK die Ausstrahlung von 8K-UHDTV Inhalten ab dem Jahr 2020 vorgesehen, aufgrund der sehr positiven Ergebnisse während der Sommerspiele 2012 in London sowie der schnell fortschreitenden Markteinführung von 4K-Fernsehgeräten wurde dies um 4 Jahre auf 2016 vorgezogen. In Japan wird das 8K-Format als Super Hi-Vision bezeichnet. Vorgesehen ist eine Austrahlung über Satellit im 12-GHz-Band, ab 2020 dann im 20-GHz Frequenzbereich. Eine terrestrische Lösung über Kabel ist für einen späteren Termin ebenfalls geplant.

Vor allem die Technik für die Datenanbindung aufgrund der hohen benötigten Datendurchsatzraten (24 Gbit/s) soll bis zum Sendestart ausgebaut werden. Die derzeit vorhandenen Anbindungen an Fernsehgeräte können diese Bandbreite noch nicht liefern. Die passenden Fernsehgeräte sind, abgesehen von einigen Vorführexemplaren auf Messen, ebenfalls noch nicht im Handel erhältlich. Die rasche Entwicklung bei den 4K-Geräten zeigt aber, dass sich dies bei der entsprechenden Nachfrage schnell ändern wird.