Fernsehkonsum in Deutschland weiterhin unverändert hoch bei 242 Minuten

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Jul
8

TV Konsum in Deutschland 2013Eine neu erhobene Sonderauswertung des Medienmarktforschungsunternehmens media control von Januar bis Juni 2013 zeigt, dass der Fernsehkonsum der Bundesbürger im Durchschnitt 242 Minuten (ca. 4 Stunden) pro Tag beträgt. Im Gesamtdurchschnitt aller Bundesländer gibt es somit keine Veränderung gegebenüber dem Vorjahreszeitraum. Nur zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es Unterschiede.

Die meiste Zeit vor dem Fernseher verbringen der Erhebung zufolge die Menschen in den Bundesländern Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Hier gab es verglichen mit 2012 im Durchschnitt eine Steigerung der Sehdauer um 16 Minuten auf insgesamt 304 Minuten pro Tag.

Baden-Württemberg schaut am wenigsten Fern

Am wenigsten Zeit vor dem Fernseher verbringen die Einwohner von Baden-Württemberg (211 Minuten pro Tag), gefolgt von Bayern und Hessen. In diesen beiden Bundesländern gab es allerdings einen kleinen Zuwachs von 2 bzw. 6 Minuten im Vergleich zum Vorjahr.

Stärkster Zuwachs beim Fernsehkonsum in Schleswig-Holstein

Den stärksten Zuwachs beim täglichen Fernsehkonsum im ersten Halbjahr 2013 verzeichnete media control in Schleswig-Holstein, hier schauen die Menschen im Schnitt 19 Minuten länger Fernsehen als noch im Vorjahr. Damit liegt das nördlichste Bundesland mit seinem TV-Konsum im bundesweiten Mittelfeld.
Den größten Rückgang vermeldet Berlin, der Fernsehkonsum ging hier durschnittlich um 9 Minuten zurück. Dennoch rangieren die Berliner immernoch auf dem 3. Platz bei der Gesamtdauer des Fernsehkonsums.

Es existieren allerdings auch Faktoren, welche die Auswertung der Daten verfälschen. So lassen viele Menschen den Fernseher eher nebenbei laufen und beschäftigen sich nebenbei mit anderen Tätigkeiten oder Medien, etwa telefonieren oder im Internet surfen. Auch die Nutzung von Onlinevideotheken und anderen Streaming-Angeboten ist nicht in der Auswertung enthalten. Rund 3,5 Millionen Bundesbürger nutzen bereits solche Video-on-Demand-Dienste. Die tatsächliche Fernsehnutzung dürfte unter Einbeziehung dieser Streaming-Dienste daher noch höher ausfallen, während konventionelle Programme nicht mit der vollen Aufmerksamkeit der Zuschauer rezipiert werden.

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